Zur Tennisnacht (14.08.2026) hatten sich insgesamt 6 Kinder angemeldet. Mit dieser Anzahl zeigte sich das Jugendgremium als Organisator sehr zufrieden, denn a) war es die erste Veranstaltung dieser Art und b) lag der Termin zu Ferienbeginn, d.h. viele Kinder waren wohl mit ihren Eltern in Urlaub. Damit war schon mal klar, die Tennisnacht im nächsten Jahr vor den Beginn der Sommerferien zu verlegen.
Jetzt aber zu den geplanten Aktivitäten, die den Abend kurzweilig und spannend machen sollten. Unter dem Motto Spiel, Spaß und gute Laune wurde mit einem lustigen Kartenspiel namens oha! begonnen. Auf eine zentrale Frage hin mußte jeder eine Karte abgeben in der festen Überzeugung, dass die darauf befindliche Antwort zur Frage paßt. Das führte naturgemäß oft zu Gelächter, aber genau das brachte die meisten Punkte ein.

Spielerische Aktivitäten machen bekanntlich hungrig und so dauerte es nicht lange, bis der Ruf nach Essen laut wurde. Bald schon bruzzelten die ersten Würstl und Steaks auf dem Grill. Wir dachten, genügend Grillgut vorrätig zu haben, aber zu unserer Überraschung war der Hunger der Kinder so groß, dass noch Würstl nachgekauft werden mußten. Gottseidank kein Problem, da die Geschäfte noch geöffnet waren.

Um die Kalorien wieder abzubauen, ist bekanntlich Bewegung das beste Mittel. Und was bietet sich da an: Tanzen natürlich. Zu Liedern, deren Texte die Kinder mitsangen und flackernden Disco-Lichtern kam die Party in Schwung, was vor allem den Mädels zu verdanken ist. Nach wie vor ist Tanzen wohl nichts für Jungs.

Der nächste Programmpunkt, das Tennisspielen, fand nicht mehr unter bunten, sondern unter weißen Lichtern der Flutlichtanlage statt. Nach einem gemeinsamen Hockeyspiel wurde die Gruppe aufgeteilt und sowohl der große Platz als auch zwei Kleinfelder bespielt. Für die Kinder war es das erste Mal, bei Flutlicht zu spielen, und vielleicht war dieses Erlebnis so eindrucksvoll, dass man nicht ans Aufhören dachte. Erst nach weit über einer Stunde war erzwungenermaßen Schluß.
In der Zwischenzeit war es vollkommen dunkel geworden, also der richtige Zeitpunkt, sich auf die Nachtwanderung vorzubereiten. Angesichts der frischen Abendtemperaturen wurde erstmal die Tenniskleidung gegen wärmere Kleidung gewechselt. Mit Knicklichtern und Taschenlampen ausgestattet, konnte es losgehen. Die kleine Runde führte Richtung Augustinum, am Schloßgarten und der Schule vorbei zum Sportplatz und wieder zurück zur Tennisanlage. Als zusätzliche Aktivität mußten die Kinder unterwegs kleine Rätsel und Aufgaben erfüllen.
Damit war für die notwendige Bettschwere gesorgt. Und außerdem war es ja schon kurz vor Mitternacht. Nahezu geräuschlos wurden die Nachtlager aufgebaut. Von einer Gute-Nacht-Geschichte begleitet verschwand Kind um Kind im Schlafsack oder unter der Decke.

Gegen 07:30 Uhr war die Nachtruhe vorbei. Von Minute zu Minute wurde es lauter im Tennisheim, so dass an Schlafen nicht mehr zu denken war. Also aufstehen, sich so gut es geht frisch machen und das Bettzeug zusammenpacken, um Platz für den Frühstückstisch zu schaffen. Fleißige Hände hatten schon frische Brezn und Semmeln besorgt, Kaffee aufgesetzt und Milch aufgewärmt. Damit war die Basis für ein gemeinsames Frühstück gelegt, das mit kleinen Abstrichen allen Bedürfnissen gerecht wurde.

Die Uhr rückte auf 10:00, als die ersten Eltern eintrafen, um ihre Kinder wieder in Empfang zu nehmen. Einige konnten kaum an sich halten, so groß war das Mitteilungsbedürfnis. Verständlich bei all den außergewöhnlichen Erlebnissen in der Tennisnacht.
Die Organisatoren waren ebenfalls froh, dass die 1. Tennisnacht so reibungslos vonstatten gegangen ist und eine Wiederholung im nächsten Jahr außer Frage steht.
